Konferenz des Friedrich A. v. Hayek Instituts zur europäischen Glücksspielindustrie
Bonn/Wien – Friedrich August von Hayek gilt als einer der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts und entschiedener Verfechter des freien Marktes. Vor kurzem veranstaltete das Friedrich A. v. Hayek Institut in Wien http://www.hayek-institut.at eine Professional Conference zu dem Thema „Europas Glücksspielindustrie im Zwiespalt zwischen sozialer Verantwortung und wachsenden Gewinnen.“ Die anwesenden Experten diskutierten kontrovers über die sozio-politischen und die wirtschaftlichen Aspekte der Thematik und begrüßten die Strategie der europäischen Union, die staatlichen Monopole am Glücksspielmarkt aufzubrechen, um so den Boden für eine faire, transparente und verantwortliche privatwirtschaftliche Lösung zu bereiten.
„Glücksspiel ist so alt wie die Menschheit selbst," analysierte die Generalsekretärin des Hayek Instituts, Barbara Kolm, die Situation und gab zu bedenken, dass Verbote und staatliche Monopolisierungen die schlechteste Strategie sind, um gesellschaftlichen Phänomenen wie dem
Glücksspiel zu begegnen. Die Verantwortlichen sollten ihr anachronistisches Vorgehen in Frage stellen. Damals habe man noch geglaubt, der Staat könne alle Probleme lösen, wenn man ihm nur genügend Macht gebe. Einer der Referenten ging noch einen Schritt weiter und zeigte auf, dass der Staat nicht seine Bürger vor der Abhängigkeit vom Glücksspiel schütze, sondern selbst abhängig von den Einnahmen aus Steuern und den Staatsbetrieben ist. Es sei Zeit für eine Entziehungskur: Eine moderne und liberale Lösung sei gefragt, in der der Staat die Spielregeln festlege und sich aus dem Spiel selbst heraushalte.
„Sein Glück aufs Spiel zu setzen ist etwas zutiefst Menschliches. Es muss endlich von der anrüchigen Aura, die es durch die vielen Regelungen und Zwangsmaßnahen umgibt, befreit werden, um die
wirklichen Herausforderungen im Bereich der Spielsüchtigen angehen zu können. Gerade die Industrie ist - was dieses Thema betrifft – Vorreiter“, so das Hayek Institut in einer Pressemitteilung. So unterstützen private Glücksspielanbieter Institute, damit die Forschung zur Glücksspielsucht vorangetrieben werden kann. Ein Oberarzt des auf Suchterkrankungen spezialisierten Anton Proksch Instituts http://www.api.or.at führte aus, dass gerade bei Jugendlichen ein stark erhöhtes Suchtpotenzial besteht. Hier waren sich alle anwesenden Beteiligten, dass dem Jugendschutz absoluter Vorrang zu geben sei. Dies sei aber nur möglich, wenn nicht mehr in dunklen Hinterzimmern gezockt wird, sondern klare Regelungen
herrschen, die auch kontrollierbar sind.
„Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass der Staat zugleich die Spielregeln diktiert und selber mitspielen will – am liebsten nur mit sich selbst. Stellen Sie sich vor, ein Schiedsrichter würde nicht nur das Spiel pfeifen, sondern wolle selber Tore schießen. Das ist doch aberwitzig. Zum Glück herrschen in anderen Ländern liberalere Regelungen auf diesem Sektor. Wenn sich der Staat zum Beispiel in Deutschland so bockbeinig stellt, dann machen die privaten Anbieter ihr Geschäft eben in anderen Ländern, zum Beispiel in Russland“, sagte Helmut Sürtenich, Geschäftsführer des Düsseldorfer Sportwettenanbieters Stratega-Ost http://www.stratega-ost.de. Über seine österreichische Tochter Wettcorner http://www.wettcorner.com will das Düsseldorfer Unternehmen bis Ende des Jahres 2007 rund 200 Ladenlokale in Russland aufbauen.
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