Seit Sommer 2010 ist Malware, die auf das Android-Betriebssystem abzielt, um 400 Prozent gestiegen
München, 10. Mai 2011 - In einer weltweiten Studie zur Bedrohung von mobilen Endgeräten, gibt Juniper Networks (NYSE: JNPR) heute die Ergebnisse bekannt. Geschäftlich sowie privat genutzte mobile Endgeräte sind einem neuen Rekordhoch an Bedrohungen ausgesetzt - dies belegen u.a. der Anstieg von Malware auf Android um 400 Prozent sowie stark gestiegene Angriffe auf WiFi-Netzwerke. Basierend auf detaillierten Untersuchungen, der vor kurzem stattgefundenen Malware-Attacken, beschreibt die Studie neue Bedrohungsbereiche in einer sich stark veränderten mobilen Landschaft. Sie gibt zugleich Empfehlungen zu grundlegende Sicherheitstechnologien als auch praktische Hinweise um private Nutzer, sowie Mitarbeiter von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, vor den Gefahren von Malware-Attacken auf ihren mobilen Endgeräten zu schützen.
Smartphones lösen traditionelle PCs als bevorzugte Geräte für den privaten als auch dienstlichen Gebrauch ab. Daher konzentrieren sich Angriffe nun vermehrt auf mobile Endgeräte. Damit einhergehend verbreitert sich der Graben zwischen den Möglichkeiten der Hacker und den Schutzmaßnahmen, die Unternehmen dagegen ergreifen können. Diese Trends unterstreichen die Notwendigkeit für eine stärkere Aufmerksamkeit im Bereich mobile Sicherheit sowie für stringentere, und besser integrierte mobile Sicherheitsregeln und -lösungen.
"In den letzten 18 Monaten gab es kontinuierlich eine Vielzahl an schlagzeilenträchtigen Bedrohungsszenarien. Während sich die Mehrzahl der Bedrohungen auf Desktop Computer konzentriert hat, richten die Hacker ihren Fokus vermehrt auf mobile Endgeräte. Die Konsolidierung von Betriebssystemen und die große, kontinuierlich wachsende Anzahl von multi-funktionalen mobilen Endgeräten ist ein großer Anreiz für Hacker, um damit Geld zu verdienen", sagt Jeff Wilson, Principle Analyst, Security bei Infonetics Research. "Eine aktuelle Umfrage, die in großen Unternehmen durchgeführt wurde, zeigt, dass 40 Prozent der befragten Unternehmen mobile Endgeräte als das größte Sicherheitsrisiko bezeichnen. Unternehmen brauchen Sicherheitsmaßnahmen, die einen umfassenden Schutz bieten. Dieser reicht von den Rechenzentren bis zu den diversen Endgeräten, so dass IT-Abteilungen diese zu verwalten und zu schützen."
Der Report "Malicious Mobile Threats Report 2010/2011" wurde vom Juniper Networks Global Threat Center (GTC) zusammengestellt. Das GTC ist eine Forschungsabteilung, die sich rund um die Uhr um die Sicherheit kümmert und speziell Bedrohungen und Malware für die Plattformen und Technologien von mobilen Endgeräten untersucht. Das GTC meldet ansteigende und besonders ausgeklügelte Attacken im Zeitraum 2010 bis 2011, wie zum Beispiel Myournet/Droid Dream, Tap Snake und Geinimi sowie das Raubkopieren von "Walk and Text"-Applikationen. Auch die Bedrohungen durch mobile Cyber-Kriminalität und die Möglichkeiten von Ausspähung und Missbrauch mobiler Endgeräte und Daten werden hier untersucht.
Die wichtigsten Ergebnisse des Reports zusammengefasst:
- App Store: Die größte Verbreitungsquelle für mobile Malware sind Downloads von Applikationen. Die Mehrheit der Nutzer von Smartphones installieren keine Antivirenlösung auf ihrem Gerät, die es ihnen ermöglicht Malware zu scannen.
- Wi-Fi: Mobile Endgeräte sind besonders anfällig für Wi-Fi-Attacken. Dies schließt auch Anwendungen ein, die es den Hackern ermöglichen, sich einfach in die Email- und Social-Networking-Applikationen der Nutzer einzuwählen.
- SMS: 17 Prozent aller gemeldeten Infektionen erfolgen durch SMS- Trojaner, die SMS an teure Rufnummern schicken. Diese Kosten sind häufig für die privaten Nutzer als auch für Firmen unwiederbringlich verloren.
- Verlust oder Diebstahl des Gerätes: Junipers Kunden berichten, dass jedes zwanzigste Gerät verloren oder gestohlen wurde. Dies verdeutlicht den Bedarf an Befehlen, die das Gerät orten, sperren oder die gespeicherten Daten löschen können.
- Teenager: 20 Prozent aller Teenager geben zu, schon mal unangemessene Fotos, Nachrichten oder andere Daten von einem Smartphone verschickt zu haben.
- Droid: Die Zahl der Malware-Attacken auf Android ist seit Sommer 2010 um 400 Prozent gestiegen.
"Diese Ergebnisse zeigen, dass es viele unerfahrene und/oder desinteressierte Nutzer gibt. Sie laden Applikationen herunter, ohne dass sie eine Sicherheitslösung auf ihrem mobilen Endgerät installiert haben", so Dan Hoffman, Chief Mobile Security Evangelist bei Juniper Networks. "Die Automatismen der App Stores, entfernen die Applikationen, die als schädlich erkannt werden. Dies erfolgt aber erst nachdem diese bereits tausende von Geräten infiziert haben. Das ist ein unzureichender Schutz vor Malware. Es gibt einige einfache Schritte, die Nutzer befolgen können, damit Angriffe auf ihre mobilen Geräte vermieden werden. Beide, Unternehmen als auch private Nutzer gleichermaßen, müssen sich den wachsenden Bedrohungen und den Risiken bewusst sein, die einhergehen mit den Annehmlichkeiten mit einem Gerät, nicht größer als eine Handfläche, im Internet zu surfen."
Unterstützend gibt der Report folgende Hinweise um gegen die wachsenden Bedrohungen gewappnet zu sein:
Für private Nutzer:
- Die Installation von Anti-Malware-Lösungen auf allen Geräten zum Schutz gegen infizierte Applikationen, SD-Karten und Spyware.
- Nutzung einer Firewall auf dem Smartphone zum Schutz der Geräteschnittstellen.
- Ein Passwort als Zugriffsschutz für das mobile Gerät.
- Implementierung einer Anti-Spam-Software, um sich vor ungewollten Sprach-, SMS- und MMS-Nachrichten zu schützen.
- Eltern können mithilfe einer Software die Aktivitäten ihrer minderjährigen Kinder überwachen und sie so vor Cyber-Attacken wie Mobbing oder Stalking schützen.
Für Unternehmen jeder Größe und staatlichen Einrichtungen:
- Die Installation von Anti-Malware-Lösungen auf allen Geräten zum Schutz gegen infizierte Applikationen, SD-Karten und Spyware.
- Einsatz von SSL VPN Clients, um die Datenübermittlung zu schützen und sicherzustellen, dass die Netzwerkauthentifizierung mit entsprechenden Zugriffsrechten umgesetzt wird.
- Zentralisierte Überwachung der Lokalisierungs- und Remote-Locks, der Backup- und Wiederherstellungsmaßnahmen für alle verlorenen oder gestohlenen mobilen Endgeräte.
- Strenge Sicherheitsrichtlinien, wie z.B. der Einsatz von PINs und Passwörter.
- Einsatz von Werkzeugen zur Überwachung von Datendiebstahl und ungewöhnlichem User-Verhalten.
- Zentralisierte Administration aller mobilen Endgeräte, um Sicherheitsrichtlinien schnell und effektiv umzusetzen.
Das Juniper Networks Global Threat Center gehört zu dem Juniper Networks Mobile Center of Excellence in Columbus, OH, USA. Der "Malicious Mobile Threats Report 2010/2011" kann unter folgendem Link eingesehen werden:
http://www.juniper.net/us/en/dm/interop/go/
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