Berlin/Münster, 11. August 2011 - Demografischer Wandel, globaler "war for talents", wachsende Flexibilitätsanforderungen an die Unternehmensorganisation - die Wirtschaft steht in den kommenden Jahren vor erheblichen Herausforderungen. Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung diskutieren auf einer Networking Conference Lösungsansätze für die Zukunft.
Die langfristige Sicherung der Fach- und Management-Ressourcen ist ein zentraler Faktor für nachhaltigen Unternehmenserfolg und volkswirtschaftliche Prosperität. Unternehmen aller Größen und Branchen müssen neue Wege finden, um die knapper werdenden Management- und Fach-Ressourcen effizienter zu nutzen. Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e. V. (DDIM) und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung (SWAB) nehmen dies zum Anlass, um neue Ansätze für flexiblere Formen des Managements und der Zusammenarbeit zu diskutieren. Dies findet am 26. November 2011 in Wiesbaden im Rahmen einer Networking Conference statt, die unter dem Titel "Interim Manager und freie Spezialisten als Ressourcen flexibler Unternehmensführung" steht.
"Wir möchten jenseits aller Blaupausen und Königswege Beiträge zur Lösung dieser Ressourcenprobleme vorstellen und miteinander erörtern. Dazu holen wir alle Akteure an einen Tisch - Unternehmer und Top-Manager, Interim Manager und freie Spezialisten, Vermittlungsdienstleister und Personalberater sowie Vertreter von Wirtschaftsverbänden, Fachwissenschaften und -medien", sagt Jens Christophers, Vorstandsvorsitzender der DDIM.
Grundlegende strukturelle Veränderungen
"Trotz der derzeit robusten Konjunktur in Deutschland und anderer positiver Indikatoren stehen Wirtschaftsunternehmen vor grundlegenden strukturellen Veränderungen", ergänzt SWAB-Geschäftsführer Torsten Krug. Verschiedene Faktoren führen dazu, dass Fach- und Führungskräfte knapp werden und daher zum einen nicht mehr in gewohnter Weise zu rekrutieren und zum anderen nicht mehr in gewohnter Weise einzusetzen und zu binden sind.
So wird sich der zunächst nur in Teilbranchen zu verzeichnende Fachkräftemangel in den kommenden Jahren ausweiten. Neben Spezialisten, beispielsweise aus IT- und Ingenieurberufen, können dann auch Führungspositionen in vielen Managementfunktionen nicht mehr durchgehend adäquat besetzt werden. Ein grundlegender demografischer Wandel verschärft das Personalressourcenproblem zusätzlich. Die entstehenden Lücken können nur in beschränktem Maße durch Qualifizierung oder Rekrutierung von Managern und Fachleuten aus geburtenstärkeren Jahrgängen geschlossen werden.
Darüber hinaus lösen sich die linearen Organisationsstrukturen der traditionellen Industriegesellschaft zunehmend auf. Um im internationalen Maßstab weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Fähigkeiten zur hochgradig selbstorganisierten Projektorganisation, zu flachen Hierarchien und kollaborativen Netzwerke (Enterprise 2.0) ausbauen. Auch die Zielvorstellungen und Erwartungen an die Arbeitsformen der Zukunft ändern sich. New Work, Work-Life-Balance und Meconomy - Nachwuchskräfte der jüngeren und kommenden Generationen - fordern mehr Selbstbestimmung und Selbständigkeit.
"Den aktuellen Entwicklungen ist nur mit erhöhter Flexibilität und Dynamik der Geschäftsprozesse zu begegnen. Vorhandene Managementressourcen müssen effizienter genutzt und neue erschlossen werden. Unternehmen müssen ihre Prozesse neu organisieren, Schnittstellen und flexible Strukturen für die verstärkte Zusammenarbeit mit Externen und Netzwerken schaffen und insgesamt ihre Arbeitsorganisation den neuen Wirtschafts- und Arbeitsformen anpassen. An diesen Fragestellungen wollen wir auf der Networking Conference im November arbeiten", so die Veranstalter Jens Christophers und Torsten Krug.
Jahrestreffen der Interim Manager Branche
Am 25. November findet mit dem 7. International Interim Management Meeting (IIMM) das zentrale Jahrestreffen der Branche in Wiesbaden statt. In diesem Jahr fokussiert das IIMM auf interne Themen und Fragen des Interim Managements, wie etwa welche Vorteile Provider und Sozietäten für Interim Manager bringen und wo es Verbesserungspotenziale in der Zusammenarbeit gibt. Genauer beleuchtet werden auch die Qualifikationen und die Marketingaktivitäten der Interim Manager selbst.
Programm und Anmeldung
Programm und Anmeldeinformationen zur Networking Conference und zum 7. International Interim Management Meeting am 25. und 26. November 2011 in Wiesbaden finden Sie unter:
Für Journalisten besteht die Möglichkeit, nach Akkreditierung kostenfrei an der Networking Conference teilzunehmen. Dafür schicken Sie bitte eine E-Mail mit Ihren vollständigen Kontaktdaten an klink@ddim.de. Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind und Ihre Teilnahme von der DDIM bestätigt werden muss.
Über die DDIM
Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM) ist die führende Branchenvertretung und Kommunikationsplattform für professionelle Interim und Projekt Manager, Vermittlungsagenturen (Provider) und Sozietäten. Hauptaufgabe der DDIM ist die Wahrung der wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder und die nachhaltige Förderung des Interim und Projekt Managements in Deutschland.
Die DDIM definiert die Berufsstandards, fördert die Qualitätssicherung und unterstützt den Wissenstransfer ihrer Mitglieder. Die Mitgliedschaft in der Dachgesellschaft gilt als Ausweis für hohe Qualität und Kompetenz im Interim Management. Die Dachgesellschaft widmet sich der öffentlichen Anerkennung und dem beständigen Wachstum der Branche. Als ihre international vernetzte Stimme versorgt sie Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit mit relevanten Informationen und ist Ansprechpartner für alle Fragen zum Interim Management. Die legitimen Interessen ihrer Mitglieder vertritt sie unabhängig und überparteilich.
Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM)
Christoph Klink
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